Bahamas vs. Tsunami rezensiert
July 30, 2005Bei scrupeda gibt es einen lesenswerten Bericht über die am Donnerstag stattgefundene Bahamas-Veranstaltung.
Praktisch vor allem für Gigi & Freunde, die leider nicht teilnehmen konnten …
edit: Neben dem oben verlinkten Blogeintrag (bereichert mittlerweile um ein paar Kommentare) von scrupeda, gibt es auch bei Classless Anmerkungen und Kommentare zur Veranstaltung resp. zur Bahamas im allgemeinen.



Aber das spricht echt für sich, dass man Kritiker sich vom Halse schafft, noch bevor man ein einziges Argument auf den Tisch gepackt hat. Ich mein, wenn gigi die Bahamas-Truppe als Nazis, Rassisten, Pogromhetzer - also ein bestimmtes Urteil verbreitet, dann wäre es ja Zeit gewesen, dieses Vorurteil zu entkräften mittels des Vortrages.
Aber offenbar sind die K-Gruppen Zeiten dieser Leute noch immer nicht vorbei. Die Methoden, wie man (potentielle) Kritik ausschaltet, also einmal durchsäubert statt die Gegensätze mal inhaltlich zu klären; das ist echt 70er und 80er Oldskool!
Comment by friend of gigi — July 31, 2005 @ 4:22 pm
Nun, die Argumente der Bahamas liegen doch auf dem Tisch, genau wie die offensichtliche Tatsache, daß Gigi damit nicht d’accord geht. Warum sollte es an Justus und Uli sein, sich ausgerechnet mit jemandem auseinanderzusetzen, der die Bahamas-Redaktion nebst anderen so called hc-antiDs in die Nähe der NSDAP rückt. Oder wie soll ich Gigis Einlassung bezüglich des Bürgerbräukellers im KF verstehen?
Obwohl, vom Amusement-Faktor her gesehen, wäre es wohl ein interessanter Abend geworden: Der sich schon im virtuellen Raum kaum zurückhalten könnende Gigi und ein Justus Wertmüller, der ja nun auch nicht der introvertierteste ist, hätten dem Abend bestimmt eine anregende Diskussion verpaßt.
Comment by JDR — July 31, 2005 @ 9:04 pm
Ach komm. Mit Nazi-Vorwürfen sparen ja nun die Bahamas-Redakteure keineswegs. Dürfen nur die das oder was? Nun wäre es eben an der Tagesordnung, zu prüfen, was da dran ist. Ich finde zB auch nicht, dass die Nazis sind. Wohl aber, dass da Rassisten* am Werk sind. Und das hätte man an Argumenten gern mal austauschen können. Durch Zensur kriegt man das nicht raus.
*Rassisten deshalb, weil sie bestimmte Willensinhalte den Moslems oder Arabern zuschreiben, qua der Zugehörigkeit zu diesen Gruppen.
Comment by friend of gigi — July 31, 2005 @ 10:31 pm
ich find die bahamas einfach nur noch uninteressant und hab nicht vor, mich noch weiter mit ihr zu beschäftigen. dazu ist sie mittlerweile auch viel zu bedeutungslos geworden. überall sehe ich, wie sich ihre ehemaligen freunde von ihr abwenden und ihre ehemaligen feinde sie zu ignorieren beginnen. mittlerweile bekommt man die bahamas in keinem berliner buchladen mehr, und, wie mir eine buchhändlerin versichert hat, liegt der beschluss, sie aus dem sortiment zu nehmen, eher an der mangelnden nachfrage als daran, dass man ihren vertrieb boykottieren wollte.
wir sind da hingegangen in dem bewusstsein, einem totentanz beizuwohnen. ich empfinde keinen hass mehr über diese leute, sondern nur noch unglaubliches mitleid, dass sich eine gruppe, die in den 90er jahren durchaus intelligente sachen geschrieben hat, in ihren ressentiments gegen alles, was nicht deutsch ist, derart maßlos verrannt hat. die provokationen der bahamas zünden nicht mehr, ihre gedanken sind schal und ihre zahlreichen fehlschlüsse belustigen nur noch. sie sind die eine seite einer regression, die ihr exaktes pendant in leuten wie werner pirker findet. antiislamisten vs. antiimperialisten — diesem streit der narren werde ich ab jetzt nur noch von außen beiwohnen. ich hab besseres zu tun.
deswegen bin ich auch nicht mit der absicht dorthin gegangen zu diskutieren, auch wenn ich mir sicher bin, dass “friend of gigi” daran seinen morbiden spaß gehabt hätte. ich bin dahin gegangen, weil ich ahnte, dass es eine der letzten veranstaltungen dieser art gewesen sein könnte. und ich glaube, dass die bahamas — oder das, was von ihr übrig geblieben ist, nachdem zahlreiche der älteren autoren durch statisten aus der hintersten reihe ersetzt wurden — das auch selber weiß. denn anders kann man den unsouveränen umgang mit an sich doch völlig bedeutungslosen einzelpersonen wie mir gar nicht erklären.
wir waren übrigens nicht sonderlich enttäuscht: auf der suche nach etwas spektakel wollten die anderen noch mal kurz zu der diskussionsveranstaltung mit jürgen elsässer rüberfahren. der hat ja bekanntlich eine wende durchgemacht, die nicht weniger regressiv ist. er ist kein antiislamist, sondern ein lafontaine-fan geworden. aber nach 10 minuten haben wir den saal unter schaudern verlassen und uns lieber in der abendsonne einen genehmigt. im ganzen also ein netter abend!
PS: Horst Pankows Tage bei der KONKRET scheinen ja jetzt auch gezählt zu sein. Es ist schon irgendwie lustig, das langsame Absterben der Postantideutschen von außen zu beobachten.
Comment by lysis — August 1, 2005 @ 2:41 am
@ friend of gigi:
“Argumente austauschen” war doch von Gigi gar nicht beabsichtigt, wie er doch selbst noch einmal schrieb: “deswegen bin ich auch nicht mit der absicht dorthin gegangen zu diskutieren …”. Und dieser Standpunkt, daß er mit den von ihm als “Postantideutschen” bezeichneten Leuten nicht diskutieren will, ist ja nun wahrlich nicht neu.
@ lysis:
“ich find die bahamas einfach nur noch uninteressant und hab nicht vor, mich noch weiter mit ihr zu beschäftigen.” Genau das sagst und machst Du doch aber kontinuierlich. Diese Aussage von Dir, genau wie Dein schon seit längerem vorhandenes “Ahnen” von einem “baldigen” Ende der Bahamas, welches - so oft Du es auch erwähnt/gewünscht hast -, immer noch nicht eingetreten ist, stehen doch nun auch schon eine ganze Weile und trotz alledem gibt es sowohl die Bahamas noch, genau wie Deine pathologisch anmutende Beschäftigung mit ihnen. Muß wohl an deinem “manischen hass auf die BAHAMAS” (Selbsteinschätzung von Dir) liegen.
Comment by JDR — August 1, 2005 @ 1:49 pm
Ach, Kindchen, Psychologisierungen sind doch keine Argumente!
Werd glücklich mit deiner BAHAMAS!
Comment by lysis — August 1, 2005 @ 3:19 pm
Habe ich behauptet mit Dir über die Positionen der Bahamas diskutieren zu wollen? Nein, ich habe nur eine von Dir getätigte Aussage bezüglich Deines Verhältnisses zur Bahamas zitiert.
Und, auch wenn Du es kaum glauben magst, ob ich glücklich bin oder nicht, definiert sich bei mir nicht durch das Lesen einer Zeitschrift.
Comment by JDR — August 1, 2005 @ 3:49 pm