Liebe ist …

February 6, 2006

… wenn er 3 Stunden hin (gestern Abend) und 3 Stunden zurück (heute Vormittag) mit der Bahn fährt, um mich überraschend zu besuchen.

hach … *dahinschmelz* smile

Reflexionen #1

February 3, 2006

Ein Blog, welches für fast zwei Monate nicht aktualisiert wird, ist ziemlich sinnlos. Da es aber — will man den Referern Glauben schenken — doch noch von einigen Lesern frequentiert (und eventuell auch gelesen) wird, versuche ich einfach mal im Moment des Schreibens zu eruieren, woran es lag, daß hier solange sich nichts getan hat. Ich kann schließlich auch kaum behaupten, daß seit dem letzten Eintrag nichts passiert worden wäre.

Da war zum Beispiel die Antideutsche Konferenz im Herbst letzten Jahres, die genug Stoff geliefert hätte. Wo blieb da nun konkret die Kritik an den “neuen” Liberalen (FdoG & Co.), die noch im Ankündigungstext so ausführlich (und zum Teil auch selbstreflexiv) formuliert wurde? Es war zumindest eine für mich eher unbefriedigende Konferenz, was entweder daran lag, daß ich beständig eingeschlafen bin (bevor da jetzt jemand frohlockt: es lag am Schlafmangel in der Nacht zuvor nebst grippalem Infekt) oder daß der Inhalt besagter Ankündigung nicht sich in den Referaten widerspiegelte. Nun gut, ist schon ‘ne Weile her und was Justus Wertmüller nach seinem kontroversen Referat auf der Konferenz, zu den Unruhen in den französischen (Vor-)städten zu sagen hat, wird sich am 14. Februar zeigen.

What else? Ein konsequenter Islamist kommt dem Besitz von Nuklearwaffen immer näher und es dauert bis heute, daß sich dann doch mal — neben den Israelis, die ja als erste davon betroffen wären, und der USA — die schrecklich dialogbereite “Weltgemeinschaft” (sprich: die Völker der Welt, denen das Nuklearprogramm der iranischen Faschisten bisher am Arsch vorbei ging und die sich erst in die Hosen machen, wenn Mahmūd Ahmadī-Nežād — ganz im Sinne des kritischen Dialogs — damit “wirbt”, den zionistischen Staat doch nach Europa oder sonstwo, nur nicht in die “geheiligte islamische Welt”, “verlegen” zu wollen) aufrafft (so hoffe ich, in meinem begrenztem Optimismus), daß Säuseln endlich mal ad acta zu legen, den Iran am Besitz der Atombombe zu hindern und am besten gleich noch die Menschen im Iran aus der Knute der islamischen Herrschaft zu befreien.
Less talk, more action!

Ariel Sharon, “der Zionist und praktische Antifaschist” (ISF), ist immer noch nicht aus seinem künstlichen Koma aufgewacht, und wird wohl kaum noch in die Politik zurückkehren können. Für ihn hoffe ich, daß er sich einfach noch mal “aufrappelt” und ein paar angenehme Lebensjahre vor sich hat. Den Israelis brauch ich wohl kaum was wünschen. Sie haben seit der Staatsgründung gezeigt, daß sie sich nicht unterkriegen lassen. Egal, wer dort in den nächsten Monaten und Jahren regiert, keiner wird den Friedens-, Islam- und Appeasementapologeten nachgeben, die Israel, gleich ihren Dialogpartnern, als Grundübel der Welt ausgemacht haben, daß nur von der Landkarte verschwinden müsse, um “Frieden auf Erden” zu haben. Israel war, ist und bleibt — hoffentlich mit Unterstützung einer noch konsequenteren israelsolidarischen US-Administration — der Ort, an dem Juden ohne Angst vor Verfolgung und Vernichtung leben können.
Solange die warentauschende Gesellschaft und somit der Antisemitismus als die “objektive Ideologie der Barbarei” (ISF 2000, 7) existieren, braucht es den Staat Israel als explizit jüdischen Staat, welcher, in einer Welt der Nationalstaaten, der Ort ist, der sowohl den in diesem Staat lebenden wie den kosmopolitisch verstreuten Juden, Schutz und Verteidigung vor dem Wahn der antisemitischen Internationalen bietet. Lang lebe Israel!

Den persönlicheren Reflexionsteil gibt’s dann morgen … oder später … oder gar nicht. We’ll see.