Soli-Party für haGalil

September 9, 2005

13. September im Festsaal Kreuzberg:
Solidaritätsparty für haGalil

Der “Aufstand der Anständigen” finanziert lieber Filmabende für Eingeweihte und Buntstifte zum Ausmalen kleiner Davidsterne. Ein 24h täglich abrufbares Bildungs- und Informationsangebot zum Judentum bleibt auf der Strecke.

Seit Januar 2005 wird die Arbeit von haGalil.com durch Spenden ermöglicht. Leider ist die Resonanz und Unterstützung der Leserinnen und Leser noch immer nötig, auch wenn das BMFSFJ mittlerweile einen Teilbetrag der Förderung genehmigt hat. Dies bedeutet jedoch keine Entwarnung, denn die sog. Fördersumme gleicht eher einem Schweigegeld. Von “der braunen Flut im Internet” wird zwar oft und viel geredet. Effektive Maßnahmen, wie Aufbau, Erhaltung und Ausbau des Schutzwalles gegen diese Flut, bleiben Privatangelegenheit von haGalil.

Mit der Soliparty soll auf diese Situation aufmerksam gemacht werden, zugleich wird Spendengeld gesammelt.

Die Party wird von Jungle World, Festsaal Kreuzberg, Verbrecher Verlag und diversen Einzelpersonen ausgerichtet.

DJs: Mrs. Mia Wallace, Bellicism und ION (the soft machine is less than obvious).
Ab 20.30 Uhr Infostand und Einführung, DJs und Party ab 22 Uhr

Festsaal Kreuzberg
Skalitzerstr. 130, 10999 Berlin (U-Bhf Kottbusser Tor)
Beginn: 20.30 Uhr. Eintrittspreis: 4 €

reality revisited

September 8, 2005

Zwei Wochen Urlaub waren einfach nicht genug. Sie können es — angesichts bestehender Realitäten — auch gar nicht sein. Nun muß ich mich dennoch damit abfinden, wieder in der deutschen Realität angekommen zu sein, und tat in den letzten Tagen deshalb alles, um mich so lange wie möglich selbiger zu entziehen:
ca. 5000 mp3-ID3-tags aktualisieren (andauernd …), stundenlang in der Sonne liegen und allesmögliche lesen — nur nicht studienrelevante Sachen, kinematographische Meisterwerke gucken (e.g.: Witness for the Prosecution).

Was mich dann heute doch wieder in die Wirklichkeit zurückwirft, ist folgende Veranstaltungsankündigung, die sich mit der Kritik der Verfilmung des ganz und gar nicht paradisischen palästinensischen Suizidkollektivs und seinen europäischen Apologeten beschäftigt:

»PARADISE NOW«

Das Selbstopfer als Erlösung: Zur modernen Dramaturgie des Judenmordes
Vortrag und Diskussion
Berlin, 8. September 2005, 19:30 Uhr, Hackesche Höfe, Kleiner Festsaal

Tobias Ebbrecht (Filmwissenschaftler an der Filmhochschule Potsdam)
Ralf Schroeder (Mitherausgeber von TYPOSKRIPT.NET)

* * *

[ PARADISE NOW ] Am 29. September 2005 startet »Paradise Now« in den deutschen Kinos. Auf den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Berlin wurde der Film des israelisch-arabischen Regisseurs Hany Abu-Assad gleich dreifach ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für den besten europäischen Film, den Publikumspreis sowie den Amnesty International-Filmpreis. Die Prämierungen gelten Unfaßlichem: Dieser Film inszeniert Judenmord und Selbstopfer ohne jede Allegorisierung; sein Antisemitismus verbirgt sich nur schlecht hinter einem opportun erscheinenden Antizionismus.

Am Ende des Streifens sprengt sich ein palästinensischer Selbstmordattentäter in einem israelischen Bus in die Luft. Seine jüdischen Opfer bleiben unsichtbar, die Tat erscheint als verzweifelter Widerstand gegen einen übermächtigen Feind. Dem kunstsinnigen Publikum wird Verständnis und Einfühlung ermöglicht: Erst zünden anti-israelische Monologe wie Sprengsätze, dann kommt es zum Suicide Attack als moralisch legitimiertem Erlösungsakt. Stehende Ovationen für den in Szene gesetzten Judenmord beendeten die Berlinale-Aufführung. Die Kulturstaatsministerin Christina Weiss, die den deutschen Verleih des Filmes fördert, konnte sich zufrieden zeigen. Inzwischen besorgt Deutschlands Schicksalsexperte Bernd Eichinger mit seiner Firma »Constantin-Film« den Vertrieb des Judenmörderdramas.

[ DIE CINEASTISCHE SUCHE NACH ERLÖSUNG ] Der Filmwissenschaftler Tobias Ebbrecht (Filmhochschule Potsdam) erörtert in seinem Vortrag, warum nicht nur wegen des europaweiten Erfolges von Eichingers »Der Untergang« dieses kulturpolitische Engagement folgerichtig erscheint. Die eingeübte Täter-Opfer-Verkehrung wird distanzlos als pseudodokumentarisches Fernsehspiel inszeniert. Das mythologische Motiv konstruiert die deutsch-palästinensische Koprojektion: Wo Schicksal herrscht, ist jeder fraglos Opfer des sich ereignenden Dramas, jede individuelle Entscheidung wird zum bloßen Nachvollzug des Schicksals. Das Selbstopfer wird dabei zur Befreiung, der behauptete Kampf »gegen Krieg und Gewaltherrschaft« wendet sich schließlich als »Moral War« gegen Israel.

[ VOM MYTHOS DES SELBSTOPFERS ] Der Publizist Ralf Schroeder (TYPOSKRIPT.NET) geht der Frage nach, warum sich gerade der Kunstsinn so nah der Barbarei verorten kann. Im Rekurs auf »Der Fliegende Holländer« wird dem Mythos des Selbstopfers und der Todessehnsucht nachgespürt. Was Heinrich Heine gerade zur Satire reichte, wurde von Richard Wagner im Wortsinne todernst genommen. Die nihilistische Tat ist dabei ein fortwährender Topos insbesondere der deutschen Kulturgeschichte, sie ist uns nicht fremd, und wird sie politisch mit Sinn aufgeladen, verspricht der antisemitische Suicide Attack nicht weniger als ein Paradise Now. Der Kulturkampf zwischen Wagner und Heine, zwischen opferwahnsinnigem Mythos, der im Tode die Erlösung wähnt, und der erbitterten Kritik, die doch für die Sinnlichkeit des Lebens streitet, tobt noch immer.

Weite Informationen: redaktion@typoskript.net

Quelle: Die Jüdische

Von der Unmöglichkeit sein eigenes Leben kontrollieren zu können

August 1, 2005

Prolog:

Viel zu oft schon habe ich dieses Blog dazu genutzt, irgendwelche — für die dieses Blog lesende Außenwelt wohl kaum relevanten — Dinge über mein Lebens- und Freizeitverhalten und -erleben zu schreiben. Das war bei der Blog-Eröffnung so nie intendiert, aber mangels Zeit (zu Beginn) und Lust (immernoch) mich mehr als nur bruchstückhaft mit kritischen Interventionen zum politischen und gesellschaftlichen Geschehen in dieser überaus beschissenen — weil eben falsch eingerichteten — Welt zu äußern, ist es halt so gekommen. Punkt.

Und genau deswegen kann ich jetzt, da ich mir meiner eigenen psychischen Labilität zumindest insofern bewußt werde, als daß sie ausreicht, einen Eintrag dazu zu verfassen, auch mit meinem privaten Scheiß fortfahren. Es möge beginnen:

Fragen:

Ich bin verliebt. Nun schön, denkt der geneigte Leser, warum freut er sich dann nicht? Kann er sich nicht einfach freuen? Muß er denn einfach alles kritisieren? Kann er denn nicht einmal — wenigstens in seinem eigenen kleinen privaten Leben — ohne Kritik auskommen? Ohne all das Negative, was einem wie mir das morgentliche, immer wiederkehrende, sich selbst längst zum Ritual erhobene Frühstück namens Coffee & Cigarettes versaut? Vielleicht kann ich es nicht. Vielleicht ist genau das mein Problem. Verkommt all die Negative Kritik zu einer mein eigenes Leben selbst negativ betrachtenden Sichtweise?

Freies Assoziieren:

Fernbeziehung. Sich zu selten sehen. Nicht wissen, was er macht. (Termine.) Besuch seines Ex’. Kommunikation per Internet. (Ich hasse chatten. (Zumindest dann, wenn es nicht nur um “eben mal ficken” geht.)) Es ist unmöglich Emotionalität in die Tastatur zu hauen. Mangelnde Empathie — beiderseits. Das Unvermögen, sein eigenes Leben kontrollieren zu können. Mit auftretenden Problemen nicht zurechtkommen. Ein sich aufgrund dessen abzeichnender Alkoholabusus. (Ob ich lieber kiffen sollte?) Sich fragen, ob es ihn anscheinend weniger als mich belastet, daß wir uns kaum sehen.

Conclusio?

Nee, gibt es nicht. Es gibt nur zwei Sachen, derer ich mir momentan sicher bin:

1. Ich bin verliebt.
2. Der Kommunismus ist ‘ne feine Sache.

Ende.

Bahamas vs. Tsunami rezensiert

July 30, 2005

Bei scrupeda gibt es einen lesenswerten Bericht über die am Donnerstag stattgefundene Bahamas-Veranstaltung.
Praktisch vor allem für Gigi & Freunde, die leider nicht teilnehmen konnten … :mrgreen:

edit: Neben dem oben verlinkten Blogeintrag (bereichert mittlerweile um ein paar Kommentare) von scrupeda, gibt es auch bei Classless Anmerkungen und Kommentare zur Veranstaltung resp. zur Bahamas im allgemeinen.

Logogle

July 27, 2005

jdr_google

via: sofa. rites de passage

Erez Israel

July 25, 2005

israel

via: Google Earth.
Nettes Programm. Hält einen erfolgreich von anderen (wichtigeren) Betätigungen ab.

Bahamas vs. Tsunami

Eine gesellschaftliche Naturkatastrophe?
Gegen den antiwestlichen Djihad und seine europäischen Verharmloser

Wir lassen uns von niemandem die Art wie wir leben bestreiten. (Elisabeth II)

Der Ablauf scheint schon prächtig einstudiert. Nach der Artikulation der üblichen Bestürzung, über 52 ermordete Briten und den standardisierten Solidaritätsbekundungen mit Opfern und Hinterbliebenen folgte auf den meisten Kanälen schon wenige Stunden nach der Tat das erste Interview mit einem Terrorismusexperten, der allen mitteilte, was sie schon wußten: Daß die Täter bekennende Moslems waren — woraus aber um Gottes willen kein Generalverdacht gegen den Islam folgen dürfe. Kaum haben sich Politiker und Medienöffentlichkeit etwas erholt (in London dauerte es nicht viel länger als einen Tag), da wird schon vor Überreaktionen gewarnt und die Bevölkerung Londons als gutes Beispiel für coolen Umgang mit Katastrophen angepriesen. Weil dort notwendigerweise der Alltag seinen Fortgang nahm und die Londoner nur sagen konnten, was ihnen allein zu sagen blieb, daß man eben weiter leben müsse, wurde medial ein seltsamer Durchhaltewille beschworen, demzufolge kein Weltuntergang so schlimm sein könne, daß er “uns” Europäern irgendwelche Konsequenzen abnötigen könnte — schon gar nicht gegen den Islamismus. Diese Gleichgültigkeit gegenüber Gemetzeln, gerade dann, wenn sie womöglich wirklich “uns” allen gegolten haben könnten, wird perfiderweise mit dem ganz und gar nicht fatalistischen Durchhaltewillen der Engländer in den Jahren 1940—1945 gegen die Nazis gleichgesetzt.

Ein Tsunami in London

Und doch ist diese gelangweilte Routine ein Fortschritt im Vergleich zur Zeit des Beginns der gegenwärtigen Intifada. Schließlich hat sich die Einsicht verbreitet, daß sie eben nicht nur von Arabern im grünen Gürtel geführt wird, die in “ihrer” Region Massenmorde veranstalten, sondern zunehmend von Inhabern westeuropäischer Aufenthaltsgenehmigungen oder Pässen in “unserer” Region.
Ein Fortschritt bedeutet diese Einsicht insofern, als man Zurückhaltung zeigt in einer Praxis, die bis vor kurzem noch gang und gäbe war: Nämlich schnurstracks die Bluttaten umzudeuten in die Schuld nicht der Terroristen, sondern der Heimatländer der Terroropfer bzw. ihrer Regierungen und Israels sowieso. Inzwischen gesteht sich die Öffentlichkeit immerhin ein, daß man nicht mehr so genau Bescheid wisse, wer warum in Madrid, London, Amsterdam, Paris etc. sich zum Bürgerkrieg rüstet.
Nichts ändert sich allerdings daran, daß niemand Bescheid wissen möchte — man ist gewillt, diesen Terror gewähren zu lassen, ihn wie eine gesellschaftliche Naturkatastrophe zu behandeln, ihn zu bedauern und allenfalls dunkel über die Ursachen zu munkeln (Israel?, die Irakbesatzung?, die sogenannte Klimakatastrophe?, die globale Sinnkrise?, spirituelle Defizite?). Darüber hinaus wird unverdrossen die Sinnlosigkeit jedes menschlichen Strebens derlei abzuhelfen behauptet: Man wisse nicht, was die Täter eigentlich umtreibe, also könne man auch keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Das Anti-Panik-Lob für England ist die kaum verhüllte Aufforderung an Regierung und Bevölkerung um Himmels willen untätig zu bleiben, eine alteuropäische Aufforderung, die sich Großbritannien hoffentlich nicht zu eigen machen wird.

Antiislamismus als Gebot des Antifaschismus

Die Redaktion Bahamas wird sich deshalb nicht an der Gedenkroutine beteiligen und auch keine Fakten herunterrasseln, die längst bekannt sind. In der ersten Zeit nach 9/11ff. war noch viel zu wenig bekannt und dokumentiert, was die Anhänger des Islam gegen den Westen so aufhetzt, und auch nicht, wie verbreitet diese Haltung in der islamischen community von nebenan ist. Man mußte aufklären, die Parallele zum Nationalsozialismus — historisch, programmatisch, motivatonal — ziehen, um aufzurütteln, wenigstens zu skandalisieren. Das ist immerhin soweit gelungen, daß sich selbst die G8-Protestierer von Glenneagles am 7.7. klammheimlich verpieselten, als sich ihre Hätschelkinder erneut als Amokmörder erwiesen haben.
Alle Aufklärung darüber ist geleistet. Jeder könnte wissen, daß er die Aussagen der Vorkämpfer des Islam nicht metaphorisch nehmen darf, denn — auch dies eine Parallele zu den Nazis — sie sagen, was sie meinen und umgekehrt: Von Spiritualität ist in beiden Fällen keine Spur — die “nordische Moral” wie die des Islam kreist um das Naturvorrecht des Starken und die Ausmerzung des Widernatürlichen bzw. Ungläubigen. Punkt.
Der radikale Antiimperialismus, der es immer noch mit Gotteskriegern hält, ist somit (nicht zuletzt wegen entsprechender antideutscher Kritik) desavouiert und fristet in der Schmuddelecke vorläufig ein eher kümmerliches Dasein. Der von Antideutschen geforderte Antiislamismus dagegen, eigentlich das Selbstverständlichste für jedermann, dem Frauenrechte und Gewalthemmung irgendwas bedeuten, bleibt weiterhin tabu. Man weiß längst, aber wagt nicht, es auszusprechen, weil es einem antiislamische Konsequenzen abnötigen würde: Daß die gegen die USA, Israel, Großbritannien wütenden Gottsucher nicht die um Freiheit kämpfenden Verdammten der Erde, sondern vielmehr ganz offenkundig gegen die Freiheit kämpfende Verdammer des Lebens sind.
Wer das nicht sehen will, ob nun als “Linker”, Alternativer, Humanist oder dialogbereiter Christ, dem helfen auch keine Aufrufe weiter; das sind auch die Grenzen der notwendigen aber gegenüber Ideologen wirkungslosen Skandalisierung. Gerade diese niederschmetternde Resistenz gegenüber der empirischen Realität einer nunmehr garantiert global geführten Intifada, deren Anhänger allein in Westeuropa in Zigtausenden zu zählen sind, ist der Anknüpfungspunkt jeder Kritik der es um die Zerschlagung der islamischen Bedrohung zu tun ist. Es stellen sich ein paar entscheidende Fragen:
Wer soll hierzulande und darüber hinaus in ganz Westeuropa noch etwas gegen den Islam verteidigen? Worin besteht die unfaßbare Gleichgültigkeit gegen den neuen, grünen Nazismus? Warum haben ausgerechnet die Freiheitskämpfer der gesellschaftlichen Enttabuierung 1968ff. so viel übrig für die wohl reaktionärste Bewegung seit 1945?
Notwendig ist zunächst, daß Kritiker es aushalten, mit dem hoffentlich unbegründeten Vorwurf, Royalist oder Liberaler zu sein, belegt zu werden, wenn sie das Allerselbstverständlichste fordern: Die gesellschaftliche Repression des Islam als “Gegenkultur”, rückhaltlose Aufklärung darüber, was es mit den “Kulturen” überhaupt auf sich hat, selbstverständliche Durchsetzung der Freiheit.

Vortrag und Diskussion
Mit Justus Wertmüller und Uli Krug
Donnerstag, 28. Juli 2005, 19 Uhr
Max & Moritz, Oranienstraße 162, 10999 Berlin

Ach, sie sind so einfühlsam, …

July 17, 2005

… die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (es waren der Anzahl und des Genus Zwei) des hiesigen Repressionsapparates.

Bekomme ich doch vorgestern einen Brief der Staatsanwaltschaft X, der mich — einer doch zu leicht sich aus seinem kaum bis gar nicht vorhandenen Lebenskonzept (HP-System-Sprech) bringenlassenden Person — alsbald ich ihn — die Hand schon Richtung Moskowskaya ausstreckend — öffnete, doch belustigte.
Nicht nur, daß ich einen “schwarze[n] Eddingstift” zurückbekomme (eine doch sehr angenehme Nachricht), nein, die Staatsanwaltschaft X geht auch davon aus, daß, wenn ich ihn nicht “binnen eines Monats” abhole, dieser “der Vernichtung oder anderweitigen Verwertung” zugeführt werden kann.

Dabei kamen mir zwei Fragen in den Sinn:
1. Lohnen sich denn die Reisekosten in die Stadt X für einen “Eddingstift”?
und
2. Ist denn die Stadt X so arm dran, daß diese sich einen “Eddingstift” mittels eines gehaltsarmen Studenten beschaffen muß?

PS: Der Moskowskaya wurde ja trotzdem noch alle …

Which literature classic are you?

July 16, 2005

1984

George Orwell: Nineteen Eighty-Four.
You are the classic warning against the threat of totalitarianism. To you, politics and philosophy are inseparable, auchtorities suck and the reality might not exist outside our imaginations.

Which literature classic are you?
brought to you by Quizilla

via: torsun

Self Defense

July 7, 2005

jpfo

Serving White’s and Vokü only

July 4, 2005

Nun ist es zwar erstmal löblich, daß Leute auf die rassistischen Zustände, wie sie im Café “An einem Sonntag im August …” anscheinend herrschen, aufmerksam machen und versuchen dagegen aktiv zuwerden.

Wenn dieselben Leute dann allerdings in ihrem Flyer zu einer Demo aufrufen, in der neben der Reichung von Volksessen auch noch Percussions (weil man als Multikulti-Linker ja weiß, daß das Trommeln autochtones afrikanisches Brauchtum darstellt) dargeboten werden, dann frühstücke ich an jenem Sonntag doch lieber im privaten Rahmen und frage mich (zum x-ten mal), wieso es für die deutsche Linke verdammt nochmal so schwer zu sein scheint, Menschen als je einzelne (entindividualisierte) Subjekte zu sehen und nicht sich als die radikale Avantgarde der deutschen Volksgemeinschaft zu präsentieren, der das Individuum nichts, die Völker und ihre Kulturen dafür aber alles sind.

An einem Samstag in Berlin

Kaum wieder in D-Land angekommen, begab es sich, daß ich mich in der auch hier stattfinden live8-Veranstaltung wiederfand.

Neben den notorisch rot-grünen Toten Hosen, den das “andere Amerika” repräsentierenden Green Day, einer “Herrn Schröder” anflehenden Claudia Schiffer, einem das Böse in der Welt endlich nach 60 Jahren in den USA verortenden Michael Mittermeier, gänsehautfeelingerzeugenden moralingesäuerten Einspielern gutmenschelnder No-Globals mittels zu Statisten degradierter afrikanischer Kinder, gab es zumindest noch musikalisch ein paar Künstler, die ich einfach nur hören wollte: Faithless (mit leider nur zwei Songs), Wir sind Helden, (jaja ich weiß, auch irgendwie alles “die Guten”) und per schrecklich verzögerter Übertragung und in mieser Soundqualität: Coldplay, R.E.M. und Madonna (she’s the best, anyway).

Mit den richtigen Leuten und in der Nähe eines Alkoholausschankes stehend, war es dann aber doch insofern zu genießen, als daß ich mich, als Tausende Volksdeutsche “… and we’ll keep on fighting till the end …” gesungen haben, nicht gleich in den Tiergarten übergeben habe.

Reise ins antifaschistische Ausland

July 1, 2005

Wat schön!

Fünf Tage an der polnischen Ostseeküste, irgendwo in der Nähe von da, ohne fucking german tourists, dafür mit Strand mit Sand mit Sonne mit Sternenhimmel und einem Trainingsgebiet der polnischen Armee. Gab zwar keine men in uniform zu sehen, dafür aber MiGs im Tiefflug.

Das freut des Antideutschen Herz. Fazit somit auch hier: Urlaub war geil!

Las Piranjas weekend #2

June 26, 2005

Liebe Menschen!

Statt Europa beim Hauptstadt-CSD mitzugestalten oder gar dem super toleranten, nur nicht gegenüber Freunden Israels, transgenialen CSD beizuwohnen, Schwuppen-Schubsen in der Provinz, Urlaubsplanung für den Watumba-Beach-Club-Resort und ein 48-stündiger Genußmittelrausch.

Conclusio: Wochenende gut genutzt.

“movies worth watching again”-Liste

June 20, 2005

Gute Gründe, mal wieder schöne Filme anzuschauen, fanden sich beim Lesen dieses Eintrags über den ich zu dieser Liste fand, sowie in der heutigen FAZ, in der in diesem Artikel das neue Buch von ihm rezensiert wurde, mich jedoch dazu brachte, meine “movies worth watching again”-Liste zu erweitern.

Im Klartext sieht das dann so aus:

  • von David Lynch:
    Eraserhead, Blue Velvet, Twin Peaks, Wild at Heart, Lost Highway, The Straight Story, Mulholland Dr.
  • von den Cohen-Brüdern:
    Barton Fink, The Hudsucker Proxy, Fargo, The Big Lebowski
Und weil auch die Simpsons-Macher Twin Peaks zu schätzen wußten, gibt es von ihnen auch zwei Referenzen. Zu finden hier und hier.

Schnappen, blättern, finden, posten

June 19, 2005

1. Schnapp dir das nächste greifbare Buch,
2. blättere zu Seite 23,
3. finde den 5. Satz und
4. poste den 5. Satz und setze diese Anleitung davor.

Sie entwickelte einen Verfolgungswahn und aß nicht mehr.
(Ayaan Hirsi Ali: Ich klage an. München 2005.)

via: probierung